SolarSpring Newsletter: Wasserrückgewinnung aus Haldensickerwasser auf der Basis von Membrandestillationsverfahren


Die SolarSpring GmbH, die K-UTEC AG, die K+S Gruppe, die LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH) und das Fraunhofer IKTS arbeiten im Projekt HaSiMem zusammen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und SolarSpring mit einer Gesamtfördersumme von 233.254,00 € unterstützt.

Die Verfügbarkeit von Wasser in geeigneter Qualität ist weltweit eine wachsende Herausforderung. Salzhaltige Industrieabwässer sind in mehrfacher Hinsicht problematisch: Sie lassen Leitungen schneller rosten, verschmutzen Flüsse und Seen und erschweren die Trinkwasserversorgung. Die weltweite Produktion hat im Jahr 2019 eine Menge von rund 293 Millionen Tonnen Salz produziert.

Der Start für das dreijährige, von der Bundesregierung geförderte interdisziplinäre Projekt HaSiMem ist für den 1. Februar 2021 vorgesehen. Die Solar Spring GmbH wird gemeinsam mit der K-UTEC AG, der K+S Gruppe, der LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH) und dem Fraunhofer IKTS eine Pilotanlage realisieren, die eine Verdampfungsleistung von bis zu 30 Litern Kondensat pro Stunde nachweisen kann. Fällt diese Bewertung am Ende des Projektes positiv aus, wird der nächste Schritt zur Nutzung der Ergebnisse die Auslegung, der Bau und der Betrieb einer Demonstrationsanlage mit einer durchschnittlichen stündlichen Wasserverdampfungsleistung von mindestens 1000 l/h sein.

Das Pilotprogramm wird an verschiedenen Unternehmensstandorten der K+S Aktiengesellschaft und der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) durchgeführt. Der erwartete Nutzen des Projektes liegt in der steigenden Wertschöpfung durch die Wassergewinnung und darüber hinaus in der Möglichkeit, marktfähige Salze zu produzieren. Dies könnte z.B. bei der Gewinnung von Natriumchlorid (NaCl) in Industriesalzqualität oder als Auftausalz der Fall sein. Das Projekt hat Modellcharakter und kann auf andere Standorte der chemischen Industrie, die natriumchloridhaltige Abwässer produzieren, übertragen werden.

Bis dahin grüßt herzlich
Daniel Pfeifle, CEO